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Auf dieser Seite finden Sie Nachrichten des Tierschutzvereins Nienburg und Umgebung e. V. ("TSV") sowie eine Auswahl von Informationen des Deutschen Tierschutzbund e.V. ("DTB"), der "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Umwelt", des zentralen Tierregisters TASSO e.V. und aus anderen Quellen, die sich mit Tierschutzarbeit befassen, sofern uns der Inhalt für unsere Leser interessant oder wichtig erscheint.
KURZMELDUNGEN
Initiative gegen Tierversuche. Zeitungsartikel in "Blickpunkt für den Landkreis Nienburg" vom 14.04.2010 über das Engagement Stolzenauer Schüler gegen Tierversuche.
Hier können Sie sich 31 Fotos vom "Tag der Offenen Tür 2010" ansehen.
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| Aktion Katzenhilfe |
Artikel komplett ∇ 28.01.2010 |
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[15.10.2008] Bereits seit Jahren bemüht sich der Tierschutzverein Nienburg und Umgebung e. V. mit dem Tierheim Schessinghausen, herrenlose Katzen einfangen und kastrieren zu lassen. Und vielen Tieren konnte damit geholfen werden, da sie anschließend – nicht mehr durch mehrere Geburten im Jahr geschwächt – ein besseres Leben führen konnten.
Leider waren unsere bisherigen Bemühungen nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Das Elend der meisten frei lebenden Katzen ist immer noch grenzenlos.
Um das Katzenelend nachhaltig zu lindern, startet der Tierschutzverein Nienburg und Umgebung e. V. mit dem Tierheim Schessinghausen deshalb die Aktion „Katzenhilfe“, um den Anstoß dazu zu geben, möglichst viele herrenlose Katzen einfangen und kastrieren zu lassen. Der Tierschutzverein Nienburg und Umgebung e. V. mit dem Tierheim Schessinghausen bietet dazu kostenlose Beratung an. Außerdem können Tierfreunde Katzenfallen (gegen 50,00 € Pfand) und Transportkörbe (25,00 € Pfand) im Tierheim ausleihen, um herrenlose Katzen in ihrer Nachbarschaft einzufangen und kastrieren zu lassen. Die Kosten für diese Kastration müssen leider durch die Überbringer der Katzen getragen werden. Unser Budget reicht hierfür bei weitem nicht aus. Betrachten Sie diese Tierarztkosten als Spende. Wenn Sie aktiv werden möchten, rufen Sie im Tierheim an: Tel. 05027/724.
Fakten zum Thema Katzenelend:
Mehr als 70.000 Katzen werden jährlich ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält! 250.000 Tiere pro Jahr werden hierzulande streunend in Wald und Feld abgeschossen. Mindestens ebensoviele fallen dem Straßenverkehr zum Opfer. Nach wie vor ist nicht auszuschließen, dass Katzen eingefangen und zu Katzenfellen verarbeitet werden oder in dubiosen Instituten als Versuchstiere enden. Jedes ein Einzelschicksal, dessen Leben und Tod mit erheblichen Schmerzen und Leiden verbunden ist.
Doch auch für Katzen, die ihr Leben ungestört, ohne Kontakt zu Menschen auf verwilderten Grundstücken, in Gärten oder auf Fabrikgeländen fristen, sind die Probleme nicht geringer. In den Jahrhunderten, in denen sie in menschlicher Obhut war, ist die Katze zum Haustier geworden. Ihr Jagdtrieb ist zwar noch vorhanden, doch die Empfindlichkeit der Sinnesorgane und die Geschicklichkeit, die für die erfolgreiche Jagd notwendig sind, haben sich im Laufe der Zeit zurückgebildet. Die Tiere sind somit auf die Pflege und Ernährung durch den Menschen angewiesen. Eine ausgesetzte Hauskatze, die allein vom Mäusefang leben soll, kann sich nicht ausreichend ernähren – und schon gar nicht ihren Nachwuchs.
Doch Nachwuchs stellt sich immer wieder ein. Mit einem halben Jahr bereits ist die Katze geschlechtsreif. Kätzinnen werden mehrfach im Jahr, vornehmlich in der Zeit zwischen April und September, rollig. Kommt es während dieser Phase zur Paarung, so bringt die Katze nach 63 bis 66 Tagen durchschnittlich vier bis sechs Junge zur Welt. Die Überlebenschancen der Jungtiere sind bei freilebenden Katzen zwar gering. Doch die Tiere haben dennoch enorm viele Nachkommen.
Geht man davon aus, dass eine Kätzin zweimal im Jahr Nachwuchs bekommt und jeweils 3 Junge pro Wurf überleben, dann kommt man nach einem Zeitraum von zehn Jahren auf die stattliche Anzahl von mehr als 80 Millionen Nachkommen. Doch auch drei Würfe pro Jahr mit 6 bis 8 Jungen sind möglich. Für den Tierfreund bietet sich daher ein trauriges Bild: Elende, verkommene und halb verhungerte Katzen, geplagt von Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose, Augenkrankheiten, befallen von Flöhen und Würmern.
Die freilebenden Tiere einzufangen und zur Behandlung und Weitervermittlung in Tierheimen aufzunehmen, ist, vor allem für ältere Katzen, keine Hilfe. Katzen, die längere Zeit in Freiheit gelebt haben, lassen sich in der Regel nicht mehr an ein Leben in häuslicher Gemeinschaft gewöhnen. Sie sind scheu und ängstlich und immer auf Fluchtmöglichkeiten bedacht.
Trotz intensiver Pflege und Betreuung durch das Pflegepersonal leiden sie beim Aufenthalt im Tierheim, wo die Tiere immer nur in begrenzten Gehegen untergebracht werden können. Nur sehr junge Katzen, die sich noch an ein Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnen lassen, haben eine Chance, über die Tierheime in liebevolle Hände vermittelt zu werden. Für ältere freilebende Katzen ist dies ein fast aussichtsloses Unterfangen.
Wenn keine Aussicht besteht, gesunde, verwilderte Hauskatzen an das Leben unter Menschen oder unter Artgenossen zu gewöhnen, sollten die Tiere nach der tierärztlichen Untersuchung und Kastration wieder in ihren gewohnten Lebensraum entlassen werden. Die weitere Versorgung muss, im Zweifelsfall in Absprache mit der jeweiligen Ordnungsbehörde, sichergestellt werden.
Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass die meisten Tierheime bereits mit abgegebenen Hauskatzen – oft der „überraschende“ Nachwuchs des geliebten „Stubentigers“ – vollständig überbelegt sind. In dieser Situation ist es außerordentlich schwer, für alle Tiere ein neues Heim zu finden.
Es gibt für Tierfreunde nur einen Weg, das Katzenelend einzudämmen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich freilebende, aber auch im Haus gehaltene Katzen weiterhin unkontrolliert vermehren. Daher unser eindringlicher Appell: Lassen Sie Ihre Katze oder Ihren Kater kastrieren!
Für den Tierarzt ist die Kastration ein routinemäßiger Eingriff, der unter Narkose durchgeführt wird und für die Tiere ungefährlich ist. Der Tierarzt entfernt bei der Katze die Eierstöcke und beim Kater die Hoden. Für Katze und Kater ist dieser Eingriff meist nach ein bis drei Tagen vergessen.
Das Gerücht, eine Katze könne erst kastriert werden, nachdem sie einmal geworfen habe, hält sich leider hartnäckig. Diese Behauptung entbehrt jedoch jeglicher Grundlage. Um konsequent Nachwuchs zu verhindern, sollten die Tiere bereits vor Beginn der Geschlechtsreife kastriert werden.
Besitzer von Katzen sind oft eher als Besitzer von Katern bereit, ihren Liebling durch einen Eingriff unfruchtbar machen zu lassen. In der Regel wird der Besitzer eines weiblichen Tieres die Sorge um den unerwünschten Nachwuchs mittragen müssen. Besitzer von Katern dagegen werden von derlei Problemen nicht unmittelbar behelligt. Doch sollten Sie Besitzer eines unkastrierten Katers sein, dann vergessen Sie bitte nicht, dass auch Ihr Kater möglicherweise auf seinen nächtlichen Streifzügen das Katzenelend vergrößert. Ein Vorteil ist auch, dass kastrierte Kater nicht mehr ihre Duftmarken an Hauswänden und Gegenständen hinterlassen.
Der Tierschutzverein Nienburg und Umgebung e. V. mit dem Tierheim Schessinghausen appelliert deshalb an alle Tierfreunde:
Helfen Sie uns mit einer Spende bei unseren Bemühungen, die frei lebenden Katzen zu kastrieren! Wenn Sie mithelfen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das Konto 291 377, BLZ 256 501 06, bei der Sparkasse Nienburg – herzlichen Dank! (Spenden können Sie steuerlich absetzen. Falls Sie dafür eine Spendenbestätigung benötigen, notieren Sie bitte auf ihrer Überweisung unter Verwendungszweck Ihre vollständige Anschrift.)
Mit freundlichem Gruß
Tierschutzverein Nienburg und Umgebung e. V.
mit dem Tierheim Schessinghausen
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